„Spiel ist für kleine Kinder „Arbeit“, mit der sie sich die Welt zu eigen machen. In keiner anderen Tätigkeit kann das Kind seine Selbstbildung so umfassend verwirklichen wie hier: Sämtliche Lebenskompetenzen werden grundlegend geübt, und zugleich bietet das freie Spiel eine hervorragende Grundlage für die Entfaltung der eigenen Individualität. Mit dem gleichen Ernst, mit dem das Kind in seinem Spiel lebt, kann es sich später als Erwachsener mit seiner Arbeit verbinden.“ (Aus: Waldorfpädagogik für die Kindheit von 3bis 9 Jahren, Teil II)
Das freie Spiel ist für das Kind nicht als Spiel im üblichen Sinne zu betrachten, sondern als Lernort. Wenn Erwachsene in der Umgebung der Kinder sinnvollen und nachvollziehbaren Tätigkeiten nachgehen, regt das die Kinder zum Mittun an und schafft die Grundlage für das freie, zweckungebundene Spiel. Kinder spielen im Nachahmen und wollen im Nachahmen spielen. Im freien, schöpferischen, fantasievollen Spiel bringen die Kinder zum Ausdruck was sie erlebt haben und was sie bewegt